Wertstromanalyse Schweiz

Wertstromanalyse -
Verschwendung sichtbar machen,
bevor Sie sie wegoptimieren.

Die Wertstromanalyse (Value Stream Mapping) ist die Lean-Methode, um Material- und Informationsfluss vom Kundenbedarf zurück zur Rohstoffquelle in einem Bild sichtbar zu machen. Lean Competence führt Wertstromanalysen mit Senior-Praktikern aus dem Schweizer Lean-Netzwerk durch - in fünf strukturierten Tagen, mit Roadmap statt PowerPoint.

5 d
Typische Dauer
Für eine fokussierte VSM
30–50 %
Durchlaufzeit-Reduktion
Typisch identifiziert
1
Produktfamilie
Pro VSM-Sprint, nicht das ganze Werk
~15 %
PCE-Baseline
Typischer wertschöpfender Anteil
Was VSM beantwortet

Drei Antworten, die sonst Wochen dauern.

Eine saubere Wertstromanalyse liefert drei Antworten, die in operativen Diskussionen sonst Wochen dauern.

FRAGE
01

Wo entsteht Wert, wo nicht?

Jeder Prozessschritt wird mit Zyklus-, Rüst- und Wartezeit hinterlegt. Die Process Cycle Efficiency (PCE) zeigt schwarz auf weiss, wie viel der Durchlaufzeit aktiv wertschöpfend ist - typisch 5 bis 15 Prozent.

FRAGE
02

Welche Bestände schützen welche Risiken?

Zwischenbestände, Puffer und Sicherheitsbestände werden quantifiziert. Was schützt einen echten Bedarf, was kaschiert nur Instabilität.

FRAGE
03

Was bringt der nächste Capex-Franken am meisten?

Anstatt Investitionen prozessintern zu rechtfertigen, zeigt der Wertstrom, wo der Engpass tatsächlich liegt. Häufig liegt er nicht dort, wo das Budget verteidigt wird.

Methodik

In fünf Tagen. Mit Roadmap, nicht PowerPoint.

Strukturierter Ablauf vom Scope am Tag 0 bis zur Übergabe an die Werkleitung am Tag 5. Jeder Tag hat einen klaren Ergebnis.

TAG 0
00

Scope & Vorbereitung

Wertstrom abgrenzen: eine Produktfamilie, ein Standort, ein Kunde. Datenpaket anfordern (Volumen, Routings, Bestände, Schichtmodell, Qualitätsdaten). Stakeholder, Linie und Hallenzugang bestätigen.

TAG 1
01

Gemba-Walk & Ist-Aufnahme

Vor-Ort-Begehung mit den Mitarbeitenden entlang des Wertstroms. Zykluszeiten messen, Bestände zählen, Rüst- und Stillstandszeiten dokumentieren. Informationsflüsse (Aufträge, Pläne, Reports) parallel kartieren.

TAG 2
02

Datenkonsolidierung & Current State Map

Visuelle Wertstromkarte zeichnen. Verschwendungsarten benennen: Überproduktion, Wartezeit, Transport, Über-Bearbeitung, Bestand, Bewegung, Defekte (plus ungenutztes Mitarbeiterpotenzial). Muda, Mura, Muri trennen.

TAG 3
03

Future State Workshop

Ziel-Wertstrom mit dem operativen Team entwickeln. Takt-Zeit berechnen, Pacemaker definieren, Pull-Logik aufsetzen (Kanban, Supermärkte, FIFO-Lanes), Heijunka-Box prüfen. Trade-offs offen diskutieren.

TAG 4
04

Roadmap & Massnahmenliste

Konkrete Massnahmen priorisieren: Hebel, Aufwand, Owner, Zeitfenster. Quick-Wins (≤ 4 Wochen) von strukturellen Massnahmen (3–12 Monate) trennen. Kaizen-Wellen und 12-Wochen-Projekte direkt ableiten.

TAG 5
05

Übergabe & Sustainment

Übergabe an die Werkleitung und ein internes Owner-Team. Standardarbeit für das Reviewing der Roadmap definieren (z. B. monatlicher Cadence-Termin). Falls gewünscht, Übergang zu Umsetzungs-Mandat (Kaizen-Event, 12-Wochen-Projekt, fraktionaler Begleitung).

Ehrlich gesagt

Wann VSM nicht sinnvoll ist.

Wir sagen das offen, weil viele Beratungen es nicht tun: Wertstromanalyse ist nicht für alles das richtige Werkzeug.

NICHT GEEIGNET

Hochvariables Engineering-to-Order

Wenn jedes Stück anders aussieht, bringt VSM weniger als z.B. ein Projekt-Lead-Time-Modell oder Theory-of-Constraints.

NICHT GEEIGNET

Reine Büro- und Wissensarbeit

Mit dominanten Wartezeiten ist Makigami (zeitbasierte Prozessanalyse) oft präziser als klassische VSM.

NICHT GEEIGNET

Workshop ohne Umsetzungskapazität

Eine Roadmap ohne Owner ist eine teure PowerPoint. Falls keine internen Ressourcen bereitstehen, sprechen wir vorher über Kaizen-Wellen oder fraktionaler Begleitung statt nur über VSM.

Anwendungsfelder

Branchen-Beispiele.

Wertstromanalyse funktioniert in nahezu jedem industriellen oder regulierten Kontext. Beispielhafte Anwendungen aus dem Netzwerk:

FAQ

Häufig gestellte Fragen.

Definition, Dauer, Preis, Abgrenzung zur Prozesslandkarte - die wichtigsten Fragen, die wir vor jeder VSM beantworten.

Was ist eine Wertstromanalyse?
Die Wertstromanalyse (Value Stream Mapping, VSM) ist eine Lean-Methode, um den materiellen und informationsbezogenen Fluss eines Produkts vom Kundenbedarf zurück bis zur Rohstoffquelle sichtbar zu machen. Sie zeigt, wo Wert entsteht, wo Verschwendung liegt und an welcher Stelle Durchlaufzeit, Bestand und Qualitätsprobleme reduziert werden können.
Wie lange dauert eine Wertstromanalyse?
Eine vollständige Wertstromanalyse für eine Produktfamilie dauert typischerweise drei bis fünf Vor-Ort-Tage plus ein bis zwei Tage Vor- und Nachbereitung. Komplexe Mehr-Standort-Wertströme oder regulierte Umgebungen (GMP, ISO 13485) können sich auf zwei Wochen erstrecken.
Was kostet eine Wertstromanalyse in der Schweiz?
Bei Lean Competence ist die Wertstromanalyse auf Ergebnis vereinbart, kein Tagessatz. Eine fokussierte VSM-Woche für einen Produktfluss liegt typischerweise zwischen CHF 22'000 und CHF 38'000 inklusive Roadmap-Übergabe. Mehrstandort- oder regulierte VSMs werden im Einzelfall offeriert.
Wann ist eine Wertstromanalyse sinnvoll und wann nicht?
Sinnvoll bei: stabiler Produktfamilie, mehreren wertschöpfenden Prozessschritten, Durchlaufzeit- oder Bestandsproblemen, vor grösseren Capex-Entscheiden. Nicht sinnvoll bei: hochvariablem Engineering-to-Order ohne wiederkehrende Schritte, reinen Bürowertströmen mit dominanten Wartezeiten (besser: Makigami) oder als isolierter Workshop ohne anschliessende Umsetzungskapazität.
Was ist der Unterschied zwischen VSM und Prozesslandkarte?
Eine Prozesslandkarte beschreibt logisch, welche Schritte stattfinden. Die Wertstromanalyse fügt Zeit, Bestand, Informationsfluss und Verschwendung hinzu und ermöglicht damit quantitative Verbesserungsentscheide. VSM ist immer kundenbezogen, eine Prozesslandkarte oft funktionsbezogen.
Verwandte Methoden

Methoden, die dazugehören.

Wertstromanalyse ist selten alleinstehend. Typische Nachfolge- oder Begleitmethoden aus dem Lean-Werkzeugkasten:

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